Patenschaft Rotmilan-Weibchen „Thörenwald II“

Bei uns ist es Tradition zum Jahreswechsel ein Arten- oder Naturschutzprojekt auszuwählen, das wir - an Stelle von Grußkarten - finanziell unterstützen. Für unsere diesjährige Spende fiel die Wahl auf das Projekt „Rotmilan – Land zum Leben“ des Dachverbands Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

Urkunde PatenschaftHier haben wir eine Patenschaft für das Rotmilan-Weibchen „Thörenwald II“ übernommen.

Der Rotmilan ist ein Greifvogel mit rostrotem Gefieder von der Größe etwa eines Mäusebussards und auch als „Gabelweihe“ bekannt. Mit aktuell 12-15.000 Paaren brütet über die Hälfte aller weltweiten Rotmilane in Deutschland - daher trägt unser Land eine besondere Verantwortung für die Art. In Deutschland kommt der Rotmilan schwerpunktmäßig in den nordostdeutschen Bundesländer und den waldreichen Mittelgebirgslagen vor.

Doch der Rotmilan ist bei uns bedroht: seit Ende der 1980er Jahre sind die Bestandszahlen bis heute um ein Drittel verringert. Die Habitatveränderungen aufgrund immer intensiverer Landnutzung erschwert den Greifvögeln die Nahrungssuche nach Kleinsäugern und Wirbellosen. Zudem ist die Art durch Pestizidaufnahme, Unfällen im Straßenverkehr, an Windenergieanlagen und Stromleitungen sowie Störungen am Horst und illegale Jagd gefährdet.
Die im Rotmilan-Projekt des DDA gewonnenen Daten von den besenderten Tieren liefern umfangreiche Informationen zu Flugweiten und Flugverhalten sowie insbesondere auch zur Flächennutzung und Bevorzugung verschiedener Landnutzungsarten. Diese Erkenntnisse führen dann zu optimierten Gestaltungen spezieller Maßnahmen-Flächen – so auch insbesondere für Projekte zu Erneuerbaren Energien.

 Steckbrief Thörenwald II  

 

Bisher haben wir die folgenden Projekte unterstützt:

2006 

Nationalpark Eifel 

2007 

Schneeleopard (Kirgisien) 

2008

Berggorilla (Ruanda)

2009

Flussperlmuschel (Eifel)

2010

Uhu (Deutschland)

2011

Fledermausstollen (Eifel)

2012

Wildkatze (Deutschland)

2013

Zugvögel (Europa)

2014

Rotmilan (Deutschland)

2015 

Fledermäuse (Deutschland)

2016

Steinkauz (Aachen)

2017

Kranich (Deutschland)

2018

Wostevitzer Teiche (Rügen)

2019

Insekten retten (BUND)

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Hier Bonpflicht, da Krötenschutz: Alles geregelt, aber nichts geht mehr?

Richard Raskin zu Gast bei Hart aber fair am 03.02.2020. Das Thema: Bürokratie in Deutschland.

Ob Großprojekt oder kleiner Anbau: Hierzulande scheitern Vorhaben oft an Bedenken oder im Paragraphen-Dschungel. Gibt es zu viele Vorschriften und deshalb zu wenig Fortschritt? Oder ist es gut, wenn zum Schutz der Schwachen auch große Projekte gestoppt werden?

hartaberfair

Unter dem Titel "Hier Bonpflicht, da Krötenschutz: Alles geregelt, aber nichts geht mehr?" diskutierte Susan Link mit sechs Gästen im Studio. Geladen waren weiterhin Edmund Stoiber, Frank Thelen, Alicia Anker, Stephan Grünewald und Werner Jann.

Das Video zur Sendung ist in der Mediathek bis 03.02.2021 abrufbar. Das Einzelgespräch zwischen Susan Link und Richard Raskin beginnt ab Minute 27:45.

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Ausbildung zur Feldbotanikerin

Für viele Fragestellungen benötigen wir botanische Felderhebungen, etwa für Biotopkartierungen, Erfolgskontrollen und Pflegepläne im Naturschutz, für Schutzwürdigkeitsgutachen und Bewertungen im Rahmen der Landschaftsplanung sFeldbotanikowie für Umweltmonitoring. Das für die Felderhebungen notwendige Fachwissen wird leider nur noch in geringem Umfang an Universitäten und Hochschulen gelehrt.


Vor diesem Hintergrund hat sich Verena Niedek nach der Beschäftigung mit Mooren in der Masterarbeit dazu entschlossen ihre vegetationskundlichen Fachkenntnisse zu vertiefen. Hierzu hat sie drei Jahre lang feldbotanische Kurse bei der Akademie für angewandte Vegetationskunde (Priv.-Doz. H. C. Vahle, s. Foto) und der NUA NRW besucht und die Ausbildung mit einem Zertifikat erfolgreich abgeschlossen.

Wir gratulieren unserer Mitarbeiterin zu ihrer bestandenen Prüfung und freuen uns auf gemeinsame feldbotanische Projekte.

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Renaturierung von Moorheiden

Seit den Anfängen unserer Bürotätigkeit befassen wir uns mit Fragen der Renaturierungsökologie und der praktischen Wiederherstellung seltener und bedrohter Lebensräume, insbesondere von Mooren und Heiden. In diesem Zusammenhang wurde erprobt, ob sich artenarme Pfeifengrasbestände durch das Abschieben des Oberbodens wieder zu Moorheiden entwickeln können.

Die Versuchsfläche liegt m Hohen Venn. Ihre vegetationskundlich-floristische Entwicklung wurde zwischen 1993 und 2018 beobachtet, beschrieben und naturschutzfachlich bewertet. Die Langzeitstudie zeigt, dass der Oberbodenabtrag eine geeignete Renaturierungsmaßnahme in degradierten Heidemooren darstellt. Es entwickelt sich innerhalb von 25 Jahren eine naturschutzfachlich wertvolle Glockenheide, die als frühe Ausprägung des gebietstypischen Rasenbinsen-Anmoors (Trichophoretum germanici) angesprochen werden kann.

 

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Die Ergebnisse der ökologischen Langzeitstudie sind dem folgenden Fachartikel zu entnehmen:

Raskin, R., Niedek, V. &  & Werfling, A. (2019): Renaturierung einer Moorheide durch Abschieben des Oberbodens – Decheniana (Bonn) 172: 62-73.

Der Sonderdruck steht hier als Download zur Verfügung   PDF

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Umzug in den Stadtteil Aachen-Brand

Am 5. April 2018 haben wir unser neues Büro im Aachener Stadtteil Brand bezogen. Sie finden uns jetzt in einem modernen Bürogebäude in der Wilhelm-Grasmehr-Straße unweit der Autobahnabfahrt Aachen-Brand (A44).

Das alte Büro in der ehemaligen Nadelfabrik im Kirberichshofer Weg wurde nach 25 Jahren einfach zu klein. Jetzt freuen wir uns über viel Platz mit großzügigen, lichten Büroräumen, einer umlaufenden Dachterrasse und ausreichend Lagermöglichkeiten für unsere biologischen Gerätschaften. Kommen Sie uns doch mal besuchen!

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Veröffentlichung "Degradation des Kalkarer Moores"

Das Kalkarer Moor ist ein ehemaliges, geogen bedingtes Niedermoor, in welchem wir seit mehreren Jahren wissenschaftliche Untersuchungen durchführen. Über die Entwicklung der Moorvegetation haben wir einen Artikel verfasst, der in der Decheniana publiziert worden ist:

Niedek, V. & Raskin, R.  & Lehmkuhl, F. (2016): Die Degradation eines Niedermoores - Floristische und vegetationskundliche Entwicklung des Kalkarer Moores – Decheniana (Bonn) 169: 71-86.

Durch vegetationskundliche und floristische Aufnahmen, die bis zu 40 Jahre zurückgehen, und aktuellen Daten aus dem Jahr 2014 wird ein Vergleich der Vegetation und Flora im Kalkarer Moor im zeitlichen Verlauf angestellt. Die Entwicklung des Moores vom intakten zum vollständig degradierten Niedermoor aufgrund von Grundwasserstandsabsenkung wird aufgezeigt. Eine floristische Bilanz wird gezogen, der Status quo des Kalkarer Moores historisch eingeordnet und die naturschutzfachliche Wertigkeit des Gebietes beurteilt. Trotz der Degradation des Niedermoores weist eine Verschiebung des Artenspektrums in jüngerer Zeit auf wieder feuchtere Verhältnisse hin. Eine Moorvegetation i.e.S. ist zwar nicht mehr vorhanden, aber andere schützenswerte Pflanzengesellschaften des Feuchtgrünlandes, der Seggenriede und der Röhrichte bestehen noch bzw. haben sich entwickelt. Bei Fortführung der in den letzten Jahren umweltschonend gesteuerten Grundwasserentnahme ist ein Anstieg der Artenzahl dieser Vegetationstypen zu erwarten.

Der Sonderdruck steht hier als Download zur Verfügung   PDF

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